Naturpark Weissensee

Sanfter Urlaub im Landschaftsschutzgebiet in Kärnten

Das Landschaftsschutzgebiet um den Weissensee erfährt mit dem Naturparkdekret eine besondere Aufwertung. Ein einmaliges Naturjuwel unterliegt damit einem besonderen Schutz.

Damit verbunden ist der Auftrag unsere Natur zu erhalten, aber auch erlebbar zu machen. Unsere Vorfahren waren schon sehr vorsichtig und klug im Umgang mit der Natur. Es gibt keine Durchzugsstraße, es wurde Bauland rückgewidmet, es gibt ein Kulturlandschaftsprogramm und vieles mehr. Daraus wurde dem Gebiet des Weissensees der EU Preis für Umwelt und Tourismus verliehen. Der Weissensee in Kärnten liegt in den östlichen Gailtaler Alpen und ist einem besonders natur belassenen Großraum zuzurechnen. Die wirtschaftliche Tätigkeit wird mit Rücksicht auf den Naturraum betrieben und liefert wertvolle Beispiele für eine nachhaltige Weiterentwicklung einer spezifischen Region. Der Raum Weissensee hat sich in den letzten Jahren und Jahrzehnten zu einem attraktiven Ort für Erholungssuchende, Freizeit- und Profisportler entwickelt.

Der enge Zusammenhang zwischen qualitativ hochwertigen, sanften Tourismus und Erhaltung des intakten Naturraums ist der ansässigen Bevölkerung bereits lange bewusst. Demnach wurden in der Vergangenheit auch beispielhafte Aktionen zur Erhaltung der Kulturlandschaft ins Leben gerufen. Der Naturpark geht zur Gänze aus dem Landschaftsschutzgebiet Weissensee hervor.

Mit dem Naturpark ist eine Fortführung der nachhaltigen Wirtschaftsweise in diesem Landschaftsraum gewährleistet und unterstützt naturnahe und ressourcenschonende Erholungsmöglichkeiten. Unsere Besucher werden durch Informations- und Bildungsangebote im Umgang mit der Lebensgrundlage „Natur“ sensibilisiert.

Schutz des Naturparks Weissensee

Ziel ist, den Naturraum durch nachhaltige Nutzung in seiner Vielfalt und Schönheit zu sichern und die jahrhundertelang geprägte Kulturlandschaft zu erhalten.

  • Besucherlenkung
  • Vertragsnaturschutz (ÖPUL)
  • Schutzgebietsbetreuung, -management
  • „Sanfte Mobilität“
  • Naturkundliche Informationen
  • Forschungsprojekte

Erhaltung der Kulturlandschaft

Durch ÖPUL-Verträge wird die nachhaltige Pflege von bedrohten, besonders wertvollen, landwirtschaftlich genutzten Kulturlandschaften vertraglich vereinbart. Ziel ist es, alte wertvolle Kulturlandschaftsflächen weiterhin nachhaltig und extensiv zu nutzen und damit die dort vorhandene Artenvielfalt zu erhalten.

Im Raum Weissensee unter Einbeziehung des Stockenboier Grabens steht insgesamt eine Fläche von 31,73 ha unter ÖPUL-Vertrag. Die schonende Bewirtschaftung solcher Flächen ist wichtiger Bestandteil des Naturparkes.

EU - Preis

Die umweltgerechte Entwicklung der Region wurde auch international ausgezeichnet. Weiters erhielt die Region Weissensee den Europäischen Dorferneuerungspreis.

Ausschlaggebend sind folgende Maßnahmen:

  • Verhinderung einer Durchzugstraße
  • Rückwidmung von Bauland
  • Kulturlandschaftsbeitrag

Klimabündnisgemeinde

„Sanfter Tourismus“ in einem weitgehendst naturbelassenem Gebiet ist unsere Devise. Zwei Drittel des Seeufers sind unverbaut. Durchzugsverkehr und Motorboote gibt es nicht.

Die Region trägt das Prädikat „heilklimatischer Kurort“. Seit Mai 2005 sind wir „Klimabündnisgemeinde“

Regionalentwicklung

Ziel ist, über den Naturpark Impulse für eine regionale Entwicklung zu setzen, um damit die regionale Wertschöpfung zu erhöhen sowie die Lebensqualität zu sichern.

  • Kooperationen zwischen Naturschutz, Landwirtschaft, Tourismus, Gewerbe und Kultur
  • Sozial- und umweltverträglicher Tourismus
  • Naturparkprodukte nach definierten Kriterien
  • Arbeitsplätze durch den Naturpark
  • Marketing-Informationsmaterialien
  • Naturparkpartnerbetriebe

Bildung

Angebote und Ziele

Ziel ist, durch interaktive Formen des Naturbegreifens und -erlebens und durch spezielle Angebote Natur, Kultur und deren Zusammenhänge erlebbar zu machen.

  • Naturpark Volksschule
  • Naturpark Kindergarten
  • Themenwegeinfostellen, -zentren, -tafeln
  • Erlebnisführungen
  • Gut aufbereitete Informationsmaterialien
  • Seminare, Kurse, Ausstellungen
  • Kulturlandschaftliche Zusammenhänge und entsprechende Bildungsangebote
  • Laufende Kooperation mit Forschungseinrichtungen.
  • Zielgruppenspezifische Angebote
  • Mitarbeiteraus- und -weiterbildung
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